Nachgefragt

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Da ist sie wieder, die  Rede von der "Bestandsgarantie Freibad", die Bürgermeisterin Anjte Köster mal hier und mal dort verkündet.

Man fragt sich allerorts: Wie kann sie das? Woher nimmt sie das? Und warum werden wir Bürger eigentlich zur Hilfe gerufen, wenn doch etwa beim "dicken Brocken Freibad", bereits Entwarnung gegeben werden kann?

Haben wir etwas verpasst? SInd die Schutzschirmverhandlungen schon gelaufen? Oder ist  der Haushalt gar bereits konsolidiert? Haben die Hattersheimer Bürger genug geholfen? Prima - dann können wir uns jetzt wieder zurück lehnen?
 

Liebe Bürgermeisterin, lieber Magistrat, liebe Stadtverordnete:

wir Bürger können das nicht mehr zusammen bekommen.

Da war doch mal die Sache mit dem Prüfantrag zum Freibad:

Schließen, oder Privatisieren, oder eingeschränkt nutzen wurde damals vom SPD-Fraktionschef Neuhaus aufgelistet. Ok, wir haben danach gehört, dass man sich mit dem Prüfantrag Argumente an Land ziehen wollte, um für die schweren Verhandlungen mit dem Land im Herbst  gewappnet zu sein. In der Hoffnung, dass man ein Pfund in die Waagschale werfen kann.

Aber gleichzeitig ist immer die Rede vom Sparkommissar des Landes, der mit strengem Blick auf den desolaten Haushalt blicken und diktieren wird. 

Und dann war da noch der Hilferuf der Bürgermeisterin: Bürger  sollen helfen,den Karren, der mit Beständigkeit in den Dreck gefahren wurde, bitte irgenwie wieder heraus zu ziehen. Mit Fleiß, Bescheidenheit und der Einsicht, dass keine lustigen Zeiten auf uns zukommen werden.

Wir werden zu den Bürgerwerkstätten gerufen, sollen selbst vorschlagen,welche Lämmer wir zur Opferbank führen wollen. Soll der Rotstift bei  den Kindern angesetzt werden, oder doch lieber bei der Jugend, oder den Senioren, oder vielleicht den Vereinen?

Wir erfahren, dass alles auf den Prüfstand gehört. Ohne wenn und aber. Auf Wählerstimmen kann man in so einer Situation wohl keine Rücksicht mehr nehmen. Der Sparkommissar winkt schon herüber.

 

Aber wie passt das alles mit Bestandsgaratien  zusammen?

Wieso werden Hattersheimer zur Hilfe gerufen, während die Bürgermeisterin vor Grundschülern und Abiturienten  abwinkt: Freibad? LIebe Kinder, da braucht ihr euch keine Sorgen machen. Das bleibt auf jeden Fall erhalten.

SInd die Hattersheimer etwa für dumm verkauft worden?

Wem sollen wir denn jetzt glauben? Der Hilferuf-Bürgermeisterin, oder der Entwarnungs-Bürgermeisterin?

Wieso klärt uns keiner auf? Gehts eben doch um Wählerstimmen. Müssen nun, ganz nach dem Motto "Die Geister die ich rief" die aufgeschrecken Bürger wieder eingefangen werden?

Zu diesem seit Monaten vorgetragenen Widerspruch hat sich noch keine poltischen Stimme geäußert. Stumm sitzen die Vertreter aller Parteien daneben und schauen zu, wie wir Bürger mal im und dann wieder gegen den Uhrzeigersinn auf der Weide getrieben werden und  Bürgerengagement von oberstere Stelle ad absurdum geführt wird.

Pro-Hattersheim fragt die Stadtverordnenten, als Kontrollgremium des Magistrats und der Bürgermeisterin:

1- Gibt es Bestandsgarantien fürs Freibad und/oder für andere städtische freiwilligen Leistungen, mit wem wurden sie vereinbart  und über welchen Zeitraum gelten diese?

2. Wo sind diese Garantie nachzulesen?

3. Führt die mehrfach verkündete Bestandsgarantie dazu, dass das Bürgerengagement nicht mehr notwendig ist?

Pro-Hattersheim freut sich auf hilfreiche Antworten.

 

 

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Kommentare

Gefunden im Hattersheimer Stadtanzeiger

 

Das Personal des Jugendzentrums hatte noch im Juli die Ferienspiele – die übrigens laut Bürgermeisterin Antje Köster erhalten bleiben sollen – organisiert und durchgeführt.

 

Aaahhhjaaaa!

 

Auszug aus dem Haushaltssicherungskonzept 2012 der Stadt

 

Wegfall der Ferienspiele

Einsparung 2012: 35 000 Euro 
                 2013: 35 000 Euro
                 2014: 35 000 Euro
 Konsequenzen/Fortschreibung Produktziel:
Wegfall der Ferienspiele für Kinder im Alter von
6 bis 12 Jahren als Freizeitangebot in den
Sommerferien und Maßnahme zur
Unterstützung von Familien; inkl. Kosten/
Personalanteile der Mitarbeiter/innen im
Jugendzentrum; abzgl. Kostenersatz

 
Hier fühlt man sich jeden Tag noch ein bisschen mehr verarscht!
 

By Hummel