Glasnost für Hattersheim

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Gerade erst über die Presse nochmals  beschworen, hat sich die Konsolidierungsrunde (Arbeitskreis Kommunaler Schutzschirm Hessen /AK KSH) gestern Abend nun doch auf das Ende der Verschwiegenheit geeinigt.

Nun werden wir Bürger die Diskussionen um die Zukunft unserer Stadt mitverfolgen können. Nachdem sich der Arbeitskreis gestern wohl bereits zum neunten  Mal hinter verschlossenen Türen zusammen gesetzt hatte, soll am 15. Oktober (ab 18 Uhr im Hessensaal, Posthof) die erste öffentliche Sitzung des Arbeitskreises stattfinden.

Ein Grund zur Freude für die Hattersheimer Stadtpolitik und für die Bürger dieser Stadt. Die bis dato fest verschlossene Tür, hinter der unsere Zukunft gestrickt werden sollte, ist nun geöffnet - Stückchen für Stückchen zieht Transparenz  in die Hattersheimer Kommunalpolitik ein.

Nebenbei stellt sich allerdings die Frage: Wieviel war das Verschwiegenheitsgebot überhaupt wert, von dem sich zuallerst der Regierungskoalitionär, die Grünen,   verabschiedet und Vorschläge der Presse mitteilt hatte.

Waren es doch die Grünen, die sich noch vor wenigen Monaten gemeinsam mit der SPD über die CDU ereifert hatten. Sie hatten "scharfe Kritik an CDU-Fraktionschef Michael Minnert (geübt), der nach der parteiübergreifenden Sitzung zur Haushaltskonsolidierung vertrauliche Informationen an die Öffentlichkeit gegeben hatte", so schrieben Rot/Grün am 17. Mai  in einer gemeinsamen Presseerklärung. Hedi Bender, die Fraktionsvorsitzende der Grünen, legt noch drauf und teilte zum geheimen Arbeitskreis mit: "„Wenn auch in diesem Gremium die Öffentlichkeit hergestellt wird, dann passiert genau das, was jetzt Minnert vormacht: Profilierungsdrang von einzelnen bekommt Vorrang vor der eigentlichen Sacharbeit."

Noch bevor sich der Arbeitskreis gestern Abend auf das Ende der Verschwiegenheit einigte,  hatten mittlerweile alle Parteien  mal mehr und mal weniger aus ihrem Ideenfundus geplaudert. Welchen Wert hatte also die ominöse  Vereinbarung , wenn sich niemand dran gehalten hat. Insofern ist die beschlossene Aufhebung nun der konsequente 2. Schritt. 

Positiv ist dabei, dass wir Bürger damit  nun mitverfolgen können, ob oder wie unsere Ideen Einzug in die Politik halten. Wir können mitverfolgen, welche Konzepte die einzelnen Parteien für uns Hattersheimer bereit halten. Wir können die Diskussionen verfolgen, mit welchen Argumenten Ideen befürwortet oder abgelehnt werden.Und wir können hoffen, dass die Fragen, die in den Bürgerwerkstätten und auf der Schutzschirmseite formuliert wurden,  tatsächlich beantwortet werden.

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Kommentare

 

Glasnost und Perestroika für Hattersheim!

 

Das wäre zu schön, um wahr zu sein.

Bislang gab es in Hattersheim nur GlasMost!

 

By Albrecht Wolf