Angriff auf Mittelstand und Rentner

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"Keine frohe Kunde zum Fest!", so titelt die Pressemitteilung der Hattersheimer CDU zu den rot-grünen Plänen über eine Erhöhung der Grundsteuer auf 700% in Hattersheim. Als Angriff auf die Rentner und den Mittelstand Hattersheims bewertet CDU Fraktionschef Michael Minnert den Offenbarungseid der Antje Köster in den Konsolidierungsgesprächen letzten Donnerstag.

Pressemitteilung der CDU Hattersheim zur Grundsteuererhöhung"Was den anwesenden Stadtverordneten und interssierten Bürgerinnen und Bürger vorgetragen wurde, ließ Viele nur noch den Kopf schütteln oder wütend und enttäuscht nach Luft schnappen!" so die Einleitung der CDU Pressemitteilung.

Ja, ganz richtig beobachtet: Gerade bei den Besuchern dieser Sitzung erzeugte der Vortrag von Ulrich Löffelholz mehr als nur ein Kopfschütteln, sondern eher mühsam unterdückte Wut und tiefen Groll gegen die Verantwortlichen. Da half dann auch die mehr oder weniger dümmliche Kommentierung des SPD Fraktionsvorsitzenden Neuhaus nicht, der mit Druck auf die Tränendrüse konstatierte:
"Volkes Zorn trifft sicher zu 80% sie ( Antje Köster, Anm. d.Redaktion) und zu 20% die Hattersheimer SPD"

Damit dürfte sich Neuhaus wieder einmal gewaltig verkalkuliert haben, denn Volkes Zorn breitet sich in etwa ausgewogen über ALLE Verantwortlichen dieses "Schmierentheaters" aus...unabhängig davon ob sie nun Köster und Schnick oder Neuhaus und Pohl heißen:  Die Zwischenrufe aus dem Publikum "Geht nach Hause" dürften kaum überhörbar gewesen sein.

Völlig korrekt beschreibt die CDU Pressmitteilung die wohl inhaltsloseste Powerpointshow die je mit diesem Tool seit der 1.0 Version von Powerpoint erstellt wurde: dem Vortrag von Ulrich Löffelholz. 
Doch ebenfalls richtig ist die Feststellung von Michael Minnert wenn er konstatiert: "Der Verwaltung ist in diesem Zusammenhang auch kein Vorwurf zu machen- sie ist, und kann nur so gut sein wie es die Führung zulässt!"

"Fakt ist, die jahrzehntelangen Versäumnisse der Hattersheimer Stadtpolitik, alleine zu verantworten durch eine Rot/Grüne Mehrheit, lassen die Bürgermeisterin nun quasi ein Ultimatum stellen: entweder die weitere, massive Erhöhung, ja Verdoppelung der Grundsteuer B, oder…die Schließung des Schwimmbades und Streichung jeglicher freiwilliger Leistungen der Stadt.
Womöglich, und ein Beispiel derartigen kommunalen Missmanagements gibt es bereits in der Republik, sogar bis hin zum Einstellen des öffentlichen Nahverkehrs." so die Pressmitteilung weiter.

Ja, wobei man doch dringend festhalten sollte, dass es auf den Löffelholz-PPTs diese "reine ODER" Funktion nicht gibt. Also nicht die Alternative "Entweder Grundsteuererhöhung ODER Schwimmbadschließung" sondern ganz deutlich die Aussage
"Grundsteuererhöhung UND/ODER Schwimmbadschließung"

Nach all den Erfahrungen mit der rot-grünen Regierung seit Bestehen der Bürgerinitative ist hier durchaus ein hohes Maß an Wachsamkeit angesagt, denn das, was sie Bürgermeisterin Köster in all ihren "Plauderstündchen wortgewandt von sich gibt" hat, gemessen an den Realitäten "eher die Halbwertszeit eines frisch angemachten Fleischsalates ohne Konservierungsmittel" als denn einer nachhaltigen Verlässlichkeit.

Nennen wir hier ein paar typische Köster- Zitate
"Der Verzicht auf Grundsteuer-Erhöhungen gehört zu den sehr konkreten Aussagen im Programm" so nachzulesen auf der SPD Webseite mit der Überschrift SPD Programm heißt Antje Köster

"Wir werden das Hattersheimer Freibad die nächsten Jahre halten können" so Märchenprinzessin Antje beim Abi-Ball in der HBS
Nachzulesen in diesem Ausschnitt des Hattersheimer Stadtanzeigers

"Auch die Einnahmesituation der Stadt  muss besser werden, denn Sparen um jeden Preis zu Lasten des Wohles der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt kann nicht das Rezept sein. Hier sind Mut, neue Konzepte und frische Ideen gefragt." so die Bürgermeisterin auf ihrer eigenen Webseite

Man könnte unschwer binnen einer Stunde eine ganze Webseite mit den nicht eingehaltetenen Versprechungen und den hausgemachten Widersprüchen der Antje Köster füllen...alle vollmundig formuliert und doch alle mit dem gleichen Ergebnis:
Nichts, außer viel viel heißer Luft!

 

"Darüber hinaus fordert die CDU Hattersheim bereits seit langem, sowohl die Personalstruktur und –kosten offen auf den Prüfstand zu stellen. Nach der Berechnung einer SPD Bürgermeisterin-Kollegin von Frau Köster, Renate Wolf aus Sulzbach -also einer der boshaften Unterstellung unverdächtigen Person- im Juli 2013, weist Hattersheim die höchste Personalintensivität aller Kommunen
im Main-Taunus-Kreis aus. Alleine also bereits Anlass genug, hier tätig zu werden und offen darüber zu kommunizieren."

Nun, diese Forderung ist quasi schon der Methusalem unter den notwendigen Korrekturen, wer aber glaubt, dass Antje Köster hier etwas ändern wird muss eben auch glauben, dass Zitronenfalter Zitronen falten können! 
Nehmen wir beispielhaft den Bereich Presse und Öffentlichkeitsarbeit heraus:

Während Renate Wolf aus Sulzbach mit ganzen 0,82 Stellen für diesen Bereich auskommt benötigt Antje Köster für diesen Bereich satte 4 Stellen. Das mag zunächst verwundern, aber bei näherer Betrachtung ist diese stattliche Anzahl an Mitarbeitern in der Pressestelle ganz einfach zu erklären:

Wer soviel Mist innherhalb so kurzer Zeit produziert muss dies eben auch nach außen kommunizieren und rechtfertigen. Somit dürfte die Hattersheimer Pressestelle wohl zu den am höchsten belasteten Mitarbeitern der Stadtverwaltung gehören

 

Das Fazit der CDU Hattersheim
 „Diese ständige Verschiebung von Verantwortung ist unehrlich. Ohne das alle Einsparmöglichkeiten vollumfänglich ausgeschöpft sind und uns dies plausibel und nachvollziehbar dargestellt wird, werden wir gegen diese Erhöhungen, für die Menschen, in Hattersheim kämpfen.“

Das ist nicht nur gut und ausgesprochen wichtig sondern eben auch von elementarer Notwendigkeit für die Hattersheimer Bürger.
Die Frage wird nur bleiben, inwieweit sich die bestehenden Strukturen aus einer wirtschafts- und finanzpolitisch völlig unterbelichteten Bürgermeisterin und einer glücklosen und von wenig Sachkenntnis geprägten Ersten Stadträtin aufbrechen lassen um der Hattersheimer Politik eine neue Ausrichtung und damit die Chance zu einer wirtschaftlichen Erholung und Gesundung zu geben. Denn ohne diese Neuausrichtung wird es dabei bleiben, dass man die Bürger für die endlos lange Kette an Fehlern der Rathausspitze zur Kasse bittet.

Leider sieht die Hessische Gemeindeordnung NICHT vor, dass ein Bürgerbegehren und ein daraus resultierender Bürgerentscheid auch zu den Themen "Steuererhöhungen" oder "Besetzung der Position des Bürgermeisters oder Ersten Stadtrates" möglich wäre.
Denn wenn dies zulässig wäre, würden Antje Köster und Karin Schnick aus aktueller Sicht sicher ziemlich schnell ihre Stühle räumen müssen, denn Zorn und Wut über die Entscheidungen aus dem Rathaus sind nicht mehr nur bei einigen wenigen Bevölkerungsgruppen zu finden sondern haben mittlerweile bei allen Bevölkerungsschichten Einzug gehalten.

Vielleicht wäre es an der Zeit, dass sich Antje Köster mit der notwendigen Sensibilität mal mit den Bürgern unterhält - dann würde Sie schnell feststellen, dass ihre Zeit hier in Hattersheim endet und - Reflektion über das eigene Können und Wirken vorrausgesetzt - eher heute als morgen lieber freiwillig zurücktreten....solange man eben noch mit einem blauen Augen davon kommen kann.   

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