Gehen die Hattersheimer baden?

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Was wird aus dem Hattersheimer Freibad? "Ach- eine Schließung wird doch schon seit Jahren immer mal wieder vorgeschlagen", so denken manche, die vor wenigen Wochen die Meldung in der Lokalen Presse gelesen haben. Aber ist es wirklich wieder nur eine weitere Diskussion, die schließlich doch im Sande verläuft? Die Verschuldung der Stadt ist zwar auch nicht neu, neu ist aber, dass die Stadt als einzige im Kreis unter den kommunalen Rettungsschirm flüchten kann. Und wenn sie sich dafür entscheidet, muss über den Rotstift nicht nur geredet werden, sondern dann muss er auch angesetzt werden. Und damit ist die Existenz unseres Freibads akut gefährdet. Ja, es könnte die letzte Badesaison für die Hattersheimer sein: Noch ist zwar nichts beschlossen, aber möglich ist alles. Auf Antrag der SPD und mit Zustimmung sämtlicher Fraktionen des Sozial-Kultur-und Sportausschusses soll die Zukunft unseres Freibades auf den Prüfstand gestellt werden. Von der Schießung, über reduzierte Öffnungszeiten, bis zum Verkauf des gesamten Geländes, oder aber gar keiner Änderung ist alles möglich. Der Magistrat wurde beauftragt, einen Bericht über die Einsparmöglichkeiten zu erarbeiten. Hintergrund ist natürlich die desaströse Finanzlage der Stadt mit ihrer schwindelerregenden Verschuldung von kanpp 80 Millionen Euro. 400 000 Euro müsse die Stadt in diesem Jahr für den Betrieb des Bades zuschießen, rechnet die Verwaltung vor und wirbt bei ihren Bürgern für Verständnis. Als Antje Köster noch um das Amt der Bürgermeisterin kandidierte, hatte sie sich das soziale Engagement für Familien, für Kinder, Jugendliche, für Senioren auf ihre Wahlfahnen geschrieben und sich klar gegen "das Sparen um jeden Preis zu Lasten des Wohles der Bürgerinnen und Bürger" ausgesprochen. Wir wollen unsere Bürgermeisterin beim Wort nehmen: Die Schließung des Hattersheimer Freibades wäre ein dramatischer Einschnitt in das Wohl der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hattersheim.Von der Schließung wären alle betroffen, die im Freibad einen Ort für sportliche Aktivitäten, für soziale Kontakte, ein Stück lebenswertes Hattersheim suchen. Das sind in einem guten Sommer immerhin 80 000 Gäste. Und deshalb wollen wir an unsere Bürgermeisterin, unsere gewählten Vertreter im Rathaus, unserere Fraktionen und Parteien appellieren: Unser Freibad muss erhalten bleiben. Die Suche nach Lösungen aus der Finanzmisere darf nicht an den Bürgern vorbei geführt werden.

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Das Hattersheimer Freibad

 

Schwimmen wird zu den gesündesten Freizeitbetätigungen gezählt und gilt auch als Sportart mit geringem Verletzungsrisiko. Durch den Auftrieb im Wasser wird der Körper unterstützt und die Belastung für die Gelenke und Knochen deutlich verringert. Dies lässt Bewegungen zu, die bei Betätigungen außerhalb des Wassers wegen der Belastungen und der Gleichgewichtshaltung unterlassen werden. Das Herz wird bei mäßiger Bewegung entlastet, da der Wasserdruck den venösen Rückstrom erleichtert. Darüber hinaus wirkt die Wassertemperatur anregend auf den Kreislauf.

 

Beim Schwimmen werden fast alle Muskeln beansprucht, wobei die Arme und der Oberkörper stärker trainiert werden. Allerdings hängt die Verteilung auch vom jeweiligen Schwimmstil ab. Schwimmen ist eine aerobe Tätigkeit, bei der die Muskeln konstant mit Sauerstoff versorgt werden. Schwimmen ist für Menschen in jedem Lebensalter geeignet. Für kleine Kinder gibt es spezielle Angebote, bei denen sie das Schwimmen lernen können, das so genannte Babyschwimmen.

 

Das heilpädagogische Schwimmen nutzt die positiven Effekte des Schwimmens in der Behandlung behinderter Menschen.

 

Wir sollten dies für uns nutzbar machen und das Schwimmbad zu einem wichtigen Faktor der Stadt und der Gesundheit seiner Bürger machen.

Es gibt nicht viele Bäder die in der Lage sind diese Möglichkeiten umzusetzen, das Hattersheimer Freibad erfüllt viele davon.

Wen man also versuchen würde, in das Freibad Babyschwimmen, Krankengymnastik, Behindertenförderung und Schwimmkurse zu legen wären wir den anderen Bädern überlegen.

 

Man kann die Feuerwehr die ja auch Wasserrettung praktiziert, DRK, die DLRG oder sogar das THW ansprechen ob sie sich an der Schwimmaufsicht beteiligt.

 

Man könnte sogar ein Schwimmwettkampf ausrichten, der mit einem Wanderpokal versehen ist, das ganze in Alterklassen gestaffelt, dass sowohl Sportler, Kinder, Jugendliche aber auch Rentner und Behinderte zu einem Erfolg kommen. Selbst eine Art Mini Iron Man, mit Radfahren, Laufen und Schwimmen wäre möglich.

 

Das Schwimmbad in Hattersheim ist nicht einfach ein Bad, es ist die Möglichkeit, soziale Bindungen zwischen gesund und krank, alt und jung, behindert und normal zu schaffen, man kann Krankenkassen, Schwerbehindertenverbände, Vereine, Soziale Stiftungen und aber auch die freie Wirtschaft mit einbeziehen.

 

Und weil das Schwimmbad auch ein Teil Hattersheimer Geschichte darstellt, als ehemaliges Sarottibad der Stadt Hattersheim von Hans Riggenbach übergeben, sollte auch der Geschichtsverein seinen Teil zur Erhaltung beitragen.

 

An erster Stelle aber ist es wirklich wichtig, dass die Stadtverordneten erkennen, das wenn die Stadt doch Probleme hat, es sinnvoller ist mit den Bürgern darüber zu reden, gemeinsame Lösungen zu finden,  als erstmal was zu schließen oder es zu verkaufen.

 

Ein privater Investor wird sich nur finden, wenn das Freibad am Ende der Saison einen positiven Ertrag erwirtschaftet. Da die Zahlen der Stadt zumindest in der Aufstellung die zurzeit veröffentlicht ist das nicht hergeben, sehe ich da im Moment schwarz für.

By JuergenHofmann