Moralische Insolvenz Teil 2

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"Wir bitten Sie, sich dafür einzusetzen, dass solche Angriffe auf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Verwaltung zukünftig unterbleiben"

 

So zu lesen heute im offenen Brief des Personalrats der Stadt Hattersheim an die Stadtverordnetenvorsteherin Maeder.

Wie bitte? 
Was um alles in der Welt hat die persönliche Betroffenheit einer Personalrätin auf der Eingangsseite einer kommunalen Webseite zu suchen?

Das, was hier als "offener Brief" auf den städtischen Webseiten veröffentlicht wurde ist gleich in mehreren Teilen nicht nur skandalös sondern ein glatter Missbrauch städtischen Eigentums zu eigenen Zwecken (und dazu noch inhaltlich recht mageren Propaganda) der Personalrätin Birgit Weindel.

Wenn Frau Weindel mit der Kritik eines Pressesprechers einer Partei in Hattersheim ein Problem hat, so soll sie dies bitte in direkter Kommunikation mit dem Verfasser ausmachen. Dazu reicht normalerweise ein Telefonanruf oder eine kurze E-Mail um den Sachverhalt zu klären.
Das aber hier dem Personalrat der Stadt städtisches Eigentum überlassen wird, um seine persönlichen Unpässlichkeiten zu formulieren ist ein absolutes NO-GO.

Dies wirft folgende Fragen auf:

1) Wo ist die schriftliche Genehmigung des Magistrats als Domaininhaber von www.hattersheim.de hinterlegt, mit der die Zustimmung zur Veröffentlichung betriebsinterner Fragen erteilt wird.

2) Wer hat Frau Milas-Quirin als für den Inhalt der städtischen Webseite verantwortlichen Pressesprecherin die Erlaubnis erteilt, städtisches Eigentum zu Personalrats-internen Zwecken zu missbrauchen?

3) Wie kann es sein, das ein städtischer Mitarbeiter (Frau Weindel) eine politische Mandatsträgerin (Frau Maeder) auf einer städtischen Webseite öffentlich darum bittet, eine politische Meinungsäußerung einer politischen Partei zu unterbinden bzw zu zensieren?

4) Welches demokratische Grundverständnis hat die städtische Bedienstete, wenn sie hofft, über einen offenen Brief an die Vorsteherin der Stadtverordnetenversammlung politische Meinungsäußerungen, steuern zu können?

5) Darf in Zukunft jeder städtische Mitarbeiter seine persönlichen Anliegen in Form von offenen Briefen auf der städtischen Webseite veröffentlichen? Ist davon auszgehen, das Frau Maeder jetzt auch öffentlich auf dieses "Machwerk" auf der Eingangsseite einer städtischen Webseite zu diesem "Hilfeersuchen" Stellung nimmt?

6) Welches Bild hinterlässt eine solche Veröffentlichung auf der Eingangsseite der städtischen Präsenz bei Dritten wie z.B. Gewerbeflächen-Suchenden, Grundstücks-Suchenden oder den Aufsichtsbehörden?    

Man darf auf die Antworten der Stadt Hattersheim gespannt sein.....

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Kommentare

Da der Magistrat der Stadt Hattersheim Domaininhaber der städtischen Webseite ist, ist auch der Magistrat inhaltlich für das Posting verantwortlich. Somit liegt die Verantwortung ebenfalls beim Magistrat, wenn hier öffentlich zur Abkehr von Artikel 5 des Grundgesetzes aufgerufen wird: ( (1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.)
Also ist es nicht nur skandalös, sondern wohl auch gegen das Grundgesetz, wenn städtische Bedienste öffentlich politische Funktionsträger auffordern, Einfluss auf die Presse oder politischen Vertreter auszuüben, um persönlicher Meinungen zu zensieren. 
Das gibts nur in Hattersheim.
 
 

By hattersheimer

Wenn man überlegt, worüber sich bestimmte politische Kräfte aufregen, kann man sich nur wundern. SPD und Grüne sind empört. Der Bachschisser (SPD) schreibt mal wieder eine politische Kolumne und zählt Paragraphen für angebliche Unwahrheiten auf. Gleichzeitig schreibt jemand aus den eigenen Reihen, ein früherer Vertreter des Bürgermeisters, die unglaublichsten politischen Begebenheiten mit seiner Partei und die Offiziellen ducken sich weg. Wer die Lektüre nicht gelesen hat, sollte das hier in diesem Forum nachholen.

By action

Warum klappt es nicht, dass in Hatterseim über den Tellerrand hinaus geschaut wird?
Die Veröffentlichung des Personalrates ist ein weiteres Eigentor zum Thema Wirtschaftsförderung.
Man stelle sich folgenden Fall vor: Ein Unternehmen sucht im Rhein-Main-Gebiet ein Gewerbegebiet. Dabei stößt es auf die gute Lage von Hattersheim. Bei der Suche nach den Verantwortlichen stößt man direkt auf der Startseite der Stadt auf diesen Brief. Nun hat man gleich die Information, dass man es auf städtischer Seite bei der Wirtschaftsförderung mit einem Neuling zu tun hat.
Es ist ja schon schwierig, dass der Zustand der Hattersheimer Wirtschaftsförderung dauernd in der lokalen Presse steht. Ich würde diese Information aber doch nicht freiwillig auf die Seite der Stadt stellen. Vielleicht sollte man bei aller politischen Kampfeslust vor solchen Aktionen Pro und Contra abwägen.  

By Robin_Hood

Der Internetauftritt der Stadt Hattersheim präsentiert sich in einem unglaublichen Zustand. Wenn man sich in einem ungünstigen Licht präsentieren will, dann macht man solch eine Begrüßungsseite mit folgenden Themen:
HILFERUF
Hilferuf des Personalrats der Stadt Hattersheim. Der Brief geht über die ganze Begrüßungsseite
wenn man dann weit nach unten blättert
KONSOLIDIERUNG
Aufruf zur Bürgerbeteiligung, um die Finanzen der Stadt zu retten
und noch weiter unten
MAHNWACHE
Aufruf, gegen den Fluglärm zu demonstieren
 
Und dann noch auf der linken Seite die Buttons "Ruhe bitte" und "Präventionsrat".
Ein Paradebeispiel für misslungenes Stadtmarketing.
 
 

By action

Geht es hier noch um den Erhalt des Hattersheimer Schwimmbades? Oder wird hier nur noch in den Krümmeln gesucht und gestänkert? Diese Seite hat sich zu einem Lästerboard übelster Sorte entwickelt.

By Bürger

Lieber Bürger

Ich denke, das es sich hier einfach um ein Missverständnis deinerseits handelt: Pro-Hattersheim war nie die alleinige Plattform für den Erhalt des Schwimmbades...dies war lediglich einer der vielen Punkte, die es im Sinne der Stadt und ihrer Bürger zu diskutieren gab.

Auf Pro-Hattersheim wird aber über viele Dinge diskutiert, die in unserer Stadt Anlass zur Kritik geben und die in dieser Offenheit und Transparenz so nirgends anders zu finden sind (man denke nur an die Veröffentlichungen hier in Bezug auf all die Machenschaften rund um das Baugebiet Schokofabrik, die Bodenverseuchungen dort, die Aktionen und Vorgehensweisen von Ex-Bürgermeister Hans Franssen etc etc). Das dies dem einen oder anderen politisch Verantwortlichen nun gar nicht passt liegt in der Natur der Sache und so verstehe ich letztendlich auch dein Posting hier. 

Aber das es nicht nur bei der Kritik bleibt, sondern dem Namen der Domain folgend, hier mittlerweile jede Menge konstruktive und realisierbare Ideen  und Vorschläge entstanden sind, müsste dir bei Durchsicht der vielen Beiträge hier eigentlich schon aufgefallen sein.

Aber lass uns einfach in Diskussion bleiben und Meinungen austauschen...vielleicht kannst du dein knappes Posting mal etwas konkretisieren...mich würde das außerordentlich freuen.

Lieben Gruß
Jürgen Hofmann
www.pro-hattersheim.de.

 

By JuergenHofmann

Muss man dazu noch etwas sagen?

Jennifer Hein,Lokalredakteurin der Frankfurter Rundschau setzt in puncto Berichterstattung in der Presse neue Maßstäbe: Jetzt ist Stadtverordneter Willi Torka wohl über Nacht in die FDP eingetreten...zumindest verkündet dies Jennifer Hein von der FR in ihrem Artikel 17.07.2012

Einfach genial daneben...

By JuergenHofmann